Geisterwald auf dem Darß


Tief im Westen des Darß, dort wo sich die ins Meer herausragende Kante der Insel in die häufig vom strengen Westwind aufgewühlte See hineinstreckt, dort befindet sich einer der atemberaubendsten Punkte der Ostseeküste. Geisterhaft ragen die windflüchtenden Kiefernstämme des Küstenwaldes, teils auch abgestorben, in die Höhe, um irgendwann, von peitschendem Regen und Salzluft ausgebleicht, zum Boden zu brechen und dort noch viele Jahre von vergangenem Leben zu zeugen. Aber man sollte diesen Ort nicht nur wegen der bizarren Bewaldung aufsuchen! Nein, auch der Weststrand an der Verbindungslinie zwischen Bäumen und Meer besitzt einen rauhen, unnachahmlichen Charme, wobei der kilometerlange feine Sandstrand zu jeder Jahreszeit zum Verweilen und Träumen einlädt, aufgrund seiner Wildheit und Abgeschiedenheit wurde er mehrfach zu einem der schönsten Strände Deutschlands und Europas erklärt. Und wer sich darauf einlässt, fühlt sich frei und tankt Kraft entlang der unbändigen Natur der Ostsee, die sich mal zart und sanft gibt, um sich dann nur wenige Augenblicke später ungestüm zu gebärden.