Galapagos-Seelöwe


Einen komischen Namen habt Ihr Zweibeiner mir da gegeben: Zalophus wollebaeki! Habe ich etwa irgendwo Wolle? Und überhaupt, wer soll nur mit diesem Kunstwort etwas anfangen können! Aber halt, es gibt noch einen anderen, und der gefällt mir schon besser: Galápagos-Seelöwe! Das klingt doch schon eher nach Stolz und Erhabenheit, nach Raubtier eben, vor dem die Bewohner des Meeres in der Umgebung der Inseln doch schon ein wenig Furcht haben sollten, wenn ich mich pfeilschnell auf der Suche nach Beute durchs Wasser bewege. Es macht Spaß, zu jagen, sich den Bauch vollzuschlagen, ein wenig mit Artgenossen zu toben, bis die Tropensonne ihr wärmendes Mittagslicht über das Wasser schickt. Nun heißt es zu chillen, im warmen Sand des Strandes ist Platz für alle Mitglieder meiner weitverzweigten Familie, zumindest alle, welche ihre Nähe suchen. Aber auch an Einzelgänger ist gedacht, Ihr Zweibeiner habt da solche seltsamen Gestelle aufgestellt, die sich aber prima zum Relaxen eignen, warmes, trockenes Holz und eine gute Aussicht vom erhöhten Platz aus. Versucht bloß nicht, mich von dort zu verjagen, das könnte unangenehm für Euch werden! Ja und wenn sich dann die Sonnenbahn dem Horizont nähert, das Licht weicher und gefühlvoller wird und schließlich ganz erstirbt, dann steigt die allabendliche Party! Tolle Getränke gibt's an der Bar, auch so manches zu (fr-)essen, bis der letzte dann irgendwann vom Hocker sinkt und an Ort und Stelle liegenbleibt. Was für ein Schlaraffenland! Kein Wunder, daß Ihr Menschen weite Wege zurücklegt und Eintritt zahlt, um uns hier zu besuchen..... Wir besitzen die Welt; aber sie gehört uns nicht. (Fred Ammon)