Galapagoshai


Im Ozean um die Galapagosinseln da lauert er, ein gefräßiger Räuber, bereit, den sorglosen Zweibeiner mit seinen messerscharfen Zähnen schwer zu verletzen oder gar zu töten, so sich dieser mit nackten Füßen und Beinen dem salzigen Naß anvertraut. Ständig auf der Suche nach Beute durchpflügt er die für Menschen mit ihren ungeübten Augen harmlos dahinrollenden Wellen und kann im ausgewachsenen Zustand eine Länge von 3,70 Metern erreichen und nicht nur Robben gefährlich werden. Vielleicht auch nur aus Neugier schnappt er nach einem dieser komischen da im Wasser herumtanzenden fünfzehigen Gebilde, findet es blutdurchflossen und schmackhaft und läßt es nur sehr ungern wieder los, während er es samt dem weiter oben dranhängenden auf Sauerstoff angewiesenen Rest ins tiefere Wasser zu ziehen versucht. Und schafft es dieses Wesen dann vielleicht doch, sich mit aller Kraft loszureißen, so hinterlassen die spitzen Zähne tiefe Wunden bis hin zum Verlust vom Fuß oder sogar dem Bein. Mit knapper Not dem Tode entronnen? Nun, gemach! Was soll so ein großes Tier hier im flachen Wasser? Nein, die neugeborenen Jungtiere bleiben hier die erste Zeit, mit einer Länge von 60 Zentimetern suchen sie hier Schutz vor ihren eigenen ausgewachsenen Artgenossen, welche sich über eine aus der eigenen Art gesponsorte Mahlzeit durchaus freuen würden. Natur kann ganz schön grausam sein, aber gleichzeitig gibt's Methoden zum Überleben mitgeliefert.