Ende der Welt


Petra, die sagenhafte Hauptstadt des sich im fünften Jhdt v. Chr. herausgebildeten und im dritten Jhdt n. Chr. im Römischen Reich untergegangenen Land der Nabatäer liegt ziemlich uneinnehmbar im steil zur Aravasenke abfallenden Wadi Musa, dem Mosestal, erreichbar nur über einen anspruchsvollen Bergpfad oberhalb des hier "Ende der Welt" genannten Canyons oder auf der anderen Seite durch eine etwa zwei Kilometer lange und im Minimum nur zwei Meter breite Schlucht. Jahrhundertelang keine Chance für umliegende Herrscher, die am Kreuzungspunkt der Handelsstraßen von der arabischen Halbinsel und Ägypten nach Syrien, Gaza und Persien gelegene reiche Stadt zu erobern, sogar Alexander der Große hat das nie geschafft. Und so sind hier reiche Zeugnisse nabatäischer und römischer Kultur und sogar christliche Kloster entstanden, bevor der Ort nach zwei Erdbeben dann mit dem Zerfall des byzantinischen Reiches und dem Vordringen der Araber im Jahr 663 von den letzten Bewohnern verlassen wurde. Wir wählten natürlich den anspruchsvollen Weg über das "Ende der Welt", die ersten Kilometer in einem Beduinenjeep oberhalb von Schluchten über terrassenhafte Felsformationen gejagt. Einen kleinen Eindruck von der anschließenden Bergwanderung gibt's auf dem beigefügten Bild, vor uns liegt der bestimmt auch für die um Christi Geburt herum hier entlangziehenden schwerbeladenen Kamelkarawanen recht anspruchsvolle Weg.