Ad Deir


Was mag einen Mönch im 4. Jhdt n. Chr. bewogen haben, diese auf einem Bergrücken zwischen der eigentlichen Stadt und einer tiefen Schlucht zum Jordangraben hin liegende monumentale Kultstätte des nabatäischen Königs Obodas des Ersten aus dem 1.Jhdt v. Chr. neu zu besiedeln? War es die Einsamkeit, die exponierte Lage des nur über einen Pfad durch das trockene und enge Wadi Kharareeb oder durch das Ende der Welt ebenso schwierig erreichbare Felsplateau? Wir wissen es nicht. Aber der Bau mag die Mönche damals beeindruckt haben: Hinter der 38 Meter hohen Fassade verbirgt sich ein 15 Meter hoher Raum von 125 Quadratmetern, vielleicht mit guten akustischen Eigenschaften.... In den Stein gehauene Treppen mit ausgetretenen Stufen führen links und rechts der Fassade nach oben, hinter dem Giebel zu einem kleinen Plateau unklarer Bestimmung zusammentreffend. Das wäre heute ein idealer geschützter Platz für Sonnenanbeter, nur damals? Weiter unten, genau hinter der kleinen, für Sie / Euch aufgeschichteten glückverheißenden Steinsäule, befindet sich die eigentliche Stadt Petra, von der später noch zu berichten sein wird.