Khazne_al-Firaun


Für uns damals der Ausgang, für die gewöhnlichen Touristen der Eingang, das von den Beduinen so genannte "Schatzhaus des Pharao" in abendlicher romantischer Kerzenbeleuchtung. Aber da ging wohl mit den hier aus den Wüstengebieten Arabiens eindringenden und diese gewaltigen Bauten erblickenden Wüstenbewohnern ein bißchen die Phantasie durch, es handelt sich dabei um das in den Fels gestemmte eindrucksvolle Grab des Nabatäerkönigs Aretas des Vierten aus dem 1. Jhdt n Chr. Welch eine Enttäuschung für die wilden Horden aus dem Mittelalter: Die Urne oberhalb des Giebels ließ und läßt sich nicht öffnen, kein Wunder, wurde sie doch in den kompakten Fels geschlagen. Es war schon immer so: Träume vom schnellen Reichtum zerstieben umgehend, wenn sie mit der Realität konfrontiert werden, aber der Eindruck vom mit unzähligen Kerzen beleuchteten Grabmal, ja der bleibt hingegen, er brennt sich unauslöschlich in die Erinnerung ein. Und was man sich in seiner Phantasie hinter dem geheimnisvoll beleuchteten Portal vorstellt, ja das bleibt jedem doch selbst überlassen, oder?