In den Erzählungen über das Römische Reich geht es zumeist um die Zeit ab Beginn der Herrschaft des ersten "Imperators", des Kaisers Augustus ab etwa dem Jahr 27 v. Chr. Über die Zeiten der Römischen Republik, in denen bei unzähligen Kriegen und Scharmützeln Angriffe umliegender Gebiete abgewehrt und damit der Grundstein für das römische Weltreich gelegt wurde, existieren dagegen schon weniger Berichte, zumal aus dieser Zeit auch recht wenige Bauten die Geschichte als Zeitzeugen überdauert haben. Wenn auch durchaus ausreichend, was wir vielleicht auch zum Teil dem Diktator Lucius Cornelius Sulla Felix verdanken dürften, im Jahr 107 v. Chr. zum Qästor (Beamter) ernannt, zum Heerführer aufgestiegen, im Jogurtinischen Krieg mit seiner Hilfe die Numiden in Nordafrika und in mehreren Kriegen Mithridates VI. in Griechenland besiegt. Schließlich wurde er in Rom zum Konsuln gewählt und riß im Jahr 82 v. Chr. die ganze Macht als Diktator an sich, welche er erstaunlicherweise aber 79 v. Chr. freiwillig wieder an den Senat zurückgab. Viele Bauten sind aus dieser Zeit nicht erhalten geblieben, in Rom ist da vielleicht das in den Jahren 83 bis 80 v.Chr. erbaute Tabularium, das Staatsarchiv des Römischen Reiches zu nennen. Am 73,6 Meter langen Unterbau ist die antike Architektur noch gut zu erkennen, ebenfalls an Teilen des ersten Stockwerks, welches sich durch dorische Säulen aus Tuffstein auszeichnet, zwischen denen sich elf Bögen mit jeweils 7,5 Metern Höhe und 3,5 Metern Breite spannten. Ein zweites Stockwerk, geschmückt von einem prächtigen Arkadengang, wurde wohl zerstört oder fiel später Umbauarbeiten zunächst zum Salzspeicher und später im 16. Jhdt durch Michelangelo in einen Senatorenpalast zum Opfer.