Umfangreiche Machtkämpfe folgten auf die Ermordung von Gaius Iulius Caesar im Jahr 44 v.Chr., der anfangs brutalste, aber auch cleverste Großneffe vom Dahingeschiedenen, Gaius Octavius, entschied sie letztendlich für sich. Testamentarisch als Sohn von Gaius Octavius und seiner Frau Atia, einer Nichte Caesars noch von diesem adoptiert, hatte er alle Möglichkeiten in der römischen Oberschicht offen, war aber auch allen Risiken ausgesetzt. Durch geschicktes Lavieren zwischen den einzelnen Anhängern der Republikaner und besonders mit dem Sieg über seinen ärgsten Widersacher, dem mit Cleopatra liierten Antonius, im Ptolemäischen Krieg in der Seeschlacht bei Actium am 02. September 31 v. Chr. und der darauffolgenden Einnahme Ägyptens, gepaart mit einer gewissen Bürgerkriegsmüdigkeit der Einwohner Roms und des warmen Geldregens aus der Plünderung der Schatzkammern Ägyptens, wurde er am 16. Januar 27 v. Chr. vom Senat zum Princeps Roms ernannt und ihm der Ehrenname Augustus verliehen. Eine vierzigjährige Epoche des Aufbaus sowie der Sicherung der Grenzen schloss sich an, offiziell unter dem Deckmantel des Fortbestehens der Republik, aber mit ihm als Alleinherrscher. So konnte er das inzwischen zu riesiger Größe angewachsene Reich mit Klugheit zusammenhalten und besonders die Grenzprovinzen mit eigens von ihm eingesetzten Legaten kontrollieren. (Wenn auch mit gewissen Rückschlägen wie im Teutoburger Wald im Jahr 9 v. Chr.: „Varus, gib mir meine Legionen zurück!“.) Und die Römer gewöhnten sich an den Alleinherrscher, nach 40 Jahren seinen Regierens erinnerte sich kaum noch einer an die verflossene Zeit der Republik, und wenn, dann nur noch an die Bürgerkriege in ihrer Endphase, als er am 19. August 14 n. Chr. starb.
Und wie alle römischen Herrscher setzte sich auch Augustus Denkmäler baulicher Art, darunter im Forum Romanum das Augustus-Forum, der Tempel des Mars Ultor, des Rächers, geweiht im Jahr 2 v. Chr. Er bestand aus Marmor, hatte acht Frontsäulen und ebenso viel an den Seiten, in der Mitte wartete eine Statue des Mars, umgeben von anderen weiterer wichtiger Götter, auf den Besucher, aber auch Caesars Schwert und die Legionsinsignien wurden hier aufbewahrt. Der Tempel diente der Wiederherstellung alter Traditionen, zahlreiche Statuen, auch von Romulus, der Könige Alba Longas, von Augustus auf einem Triumphwagen, waren dort zu finden. Heute sind nur noch Reste des hinteren Teils erhalten, der vordere ist inzwischen leider von Mussolini mit der Via del Fori überbaut worden.
Und wer weiß eigentlich noch, dass der Name des achten Monats August auf eine Entscheidung des Senats im Jahr 8 v. Chr., den Monat Sextilis in Augustus umzubenennen, zurückgeht, nachdem schon lange vorher der Juli nach seinem Vorgänger Caesar benannt wurde.
Leider habe ich vom Augustusforum kein vorzeigbares Bild angefertigt, so dass diesmal ausnahmsweise Wikipedia herhalten musste, ein Bild von Paris Orlando zur freien Nutzung. Soviel Ehrlickeit muss sein!