Eröffnung des Vesakh-Festes


Was dem Christen sein Weihnachten, ist dem Buddhisten das Vesakh-Fest, der Geburtstag Buddhas. Man erzählt sich, daß im sechsten Jahrhundert vor Christus in Lumbini, im heutigen Nepal hoch in den Bergen des Himalaja, ein Kind namens Siddhartha Gautama, der spätere Gautama Buddha als Sohn eines Landadligen das Licht der Welt erblickte. Als er sich dem Mönchsleben widmete und zu Meditieren anfing, um schließlich zum "Erleuchteten", dem Buddha zu werden, stellte sich offenbar sein rhetorisches Geschick heraus und immer mehr Menschen folgten seinen Lehrreden, mit denen er durch Indien wanderte und den Buddhismus begründete, bis er schließlich im Alter von 80 Jahren starb. Und das alles an einem Tag, von Geburt bis zum Tode, ein Sachverhalt, welcher wohl nur mit Kategorien der Religion erklärbar ist. Und so feiern sie in aller Welt am ersten Vollmond des Kason, des zweiten Monats nach dem buddhistischen Kalender, über mehrere Tage das Vesakh-Fest, überdenken ihr Leben, gehen in die Tempel, um Geburtstagsgeschenke für Buddha und Spenden für die dortigen Mönche zu überbringen, oft auch in langen Prozessionen, so wie auch am 15.05.2019 in Nyaung Shwe am Inlesee. Ein für diese Kleinstadt erstaunlich endloser Lindwurm bewegt sich am späten Nachmittag unter dem wachsamen Blick eines allerdings genießerisch die Augen schließenden Vetreters der Staatsmacht durch die Gassen:

  Und gar riesige Gegenstände werden an den Staunenden vorbeigetragen ------>      Und gar riesige Gegenstände werden an den Staunenden vorbeigetragen