Mont Popa


Ein idealer Ort, um ein buddhistisches Kloster zu errichten! Der prägnante Basaltschlot eines erloschenen Vulkans, dessen letzter Ausbruch schon über 2500 Jahre zurückliegt und welcher auch in navigationsgerätelosen Zeiten seinen Wert unter Beweis gestellt hat, Pilgern wie normalen Reisenden als weithin sichtbare Landmarke zu dienen. Und dann trug es sich in grauen Vorzeiten zu, dass in den Wäldern um den naheliegenden Mount Popa eine wunderschöne Frau, Popa Medaw, meditierte, welche auf eigenen Wunsch durch Buddha gegenüber Fremden nur als Dämonin sichtbar verzaubert wurde. Somit wäre die Geschichte schon zu Ende. Nein? Denn ein Krieger mit übernatürlichen Kräften kam dazu und erkannte ihre wahre Schönheit, heiratete sie und zeugte mit ihr Zwillinge. Nur leider konnten die beiden Verliebten auch danach ihre ausgedehnten Schäferstündchen nicht zügeln, der Krieger erschien wiederholt zu spät zur Arbeit am Hofe des Mon-Königs Manuha, welcher irgendwann die Geduld verlor, ihn und seine beiden Söhne tötete, woraufhin die Ehefrau und Mutter an Herzschmerz starb und alle vier daraufhin als Nats den Mount Popa besiedelten. Es gibt insgesamt siebenunddreißig solcher Geister (Nats), der Schutzheiligen Myanmars, alle waren zuvor mächtige Krieger und Herrscher, welche auf grausame Art und Weise getötet wurden und nun hier in den Bergwäldern weiter leben und Gutes tun. Und wer sich die siebenhundertsiebenundsiebzig Stufen hinauf zum Bergkloster Tuyin Taung einen Weg durch die dort auf Futter lauenden Affenhorden bahnt, der kann sie alle dort oben in Lebensgröße betrachten, ihre ausgeschmückten Legenden studieren und sich ein wenig von ihrer spirituellen Aura einfangen lassen. Bis ... ja: Auf dem Rückweg lauern sie wieder, die Affen und weiter unten die Andenkenhändler....