Bis hierher und nicht weiter! Beim Stromern durch das besiedelte Gebiet von Longyearbyen stößt man irgendwann auf dieses Verkehrsschild mit der umissverständlichen Warnung, ohne eine geeignete Flinte doch besser nicht weiterzugehen. Und es kommt auch immer wieder zu Überfällen, auch mit Todesfolge, durch die im Bild dargestellte Spezies. Eisbären sind wie andere Vertreter ihrer Gattung gefährlich und unberechenbar, besonders, wenn sie hungrig sind. Und aus welchem anderen Grund sollten sie denn die Nähe der wenigen menschlichen Siedlungen auf Spitzbergen suchen?
Und so verliert sich unser Blick in der Weite des Adventdalen mit seinen fernen in Wolken und Nebel versinkenden Bergen, in der Mitte der 946 Meter hohe Hallwylfjellet, benannt nach dem schwedischen Mäzen Walter von Hallwyl, einem Förderer von Expeditionen hierher. Im Vordergrund der noch schneefreie Isdammen, der Eisteich, welcher das Trinkwasser für die hinter uns liegende Stadt liefert. Und ganz rechts hinter dem Pumpenhaus ist die Seilbahn-Verladerampe der 1981 stillgelegten Gruve 6 auszumachen, dahinter die Teleskope des vor der Eiskappe Foxfonna befindlichen und nach dem 1996 verstorbenen Polarlichtforscher Kjell Henriksen benannten Nordlichtobservatoriums, des nördlichsten der Welt überhaupt.