Möchten Sie / Möchtet Ihr nicht auch mit solch einem prächtigen Panorama beim Aus-Dem-Fenster-Schauen wohnen? Auf Spitzbergen ist das möglich: Denn oben auf der Südostseite von Longyearbyen wurden Reihenhäuser auf Grund und Boden der Minengesellschaft, der Store Norske Spitsbergen Kulkompani, errichtet. Der Ortsteil Gruvedalen ist sozusagen ein Neubaugebiet, die Straßen schmiegen sich am Hang des 371 Meter hohen Sukkertoppen entlang, weiter oben die Gruve 2a, deren Kohleflöz von den Briten im zweiten Weltkrieg angezündet wurde und bis ins Jahr 1962 brannte. So steigen wir doch einmal den Hang hinauf und schauen in die Hinterhöfe der Gebäude. Ein Gärtchen, wie von einem typischen deutschen Bewohner im Allgemeinen angestrebt, so etwas wird man hier vergeblich suchen. Nur eine kleine Terrasse, im kurzen Sommer vielleicht nutzbar, und ein schmaler eingeebneter Landstreifen, selten für einen Grill oder sogar für ein Trampolin genutzt, sind sichtbar. Zäune sind überflüssig, wer sollte da schon über das Geröll eindringen und offenbar hat man vor Eisbären dann doch nicht Angst, besonders nicht im Sommer, wenn die Terrasse zeitweise von der Sonne beschienen wird. In den restlichen Jahreszeiten ist sie sowieso hinter dem Berg oder vollständig verschwunden. Nur der Blick über den Adventfjorden zu den sonnenfleckenbeschienenen Berggipfeln, ja der bietet eine kleine Entschädigung für die sich anbahnende Polarnacht oder in Hoffnung auf einen baldigen Polarsommer. Und der bis zu 960 Meter hohe Operafjellet (hinten im ersten Bild) ist schon ein imposanter Anblick, wie ein Orchester sind die Berge angeordnet, vorne links die 880 Meter hohen Dirigenten, daneben die mit 654 Metern kleineren Tenoren, und ganz rechts verschwinden die Bassen als höchste Erhebung im Nebel. Nicht sichtbar warten weiter hinten noch die Alten und die Sopranen auf die bildliche Vorstellungskraft der Leser.
Noch ein zweites Bild gefällig? --> 