Dyr


Ja, irgendwie fehlten bislang die Lebewesen in meinen Spitzbergen-Geschichten. Das soll nun nachgeholt werden. Natürlich ist die Fauna in polaren Gebieten nicht so reichhaltig wie in unseren oder gar in den Tropen, zumal im Oktober die Vertreter der Vögel schon in den Süden abgedüst sind, Reptilien so gut wie überhaupt nicht hier ihr Heim gefunden haben und Säugetiere eigentlich nur in vier Arten vorkommen. Anbieter von Exkursionen versprechen das Blaue vom Himmel, tolle Bilder und tolle Tierbegegnungen, verschweigen aber dabei, dass es natürlich zum Großteil Glückssache ist, Beobachtungen zu machen. Am Einfachsten ist es noch, Rentiere vor Auge und Linse zu bekommen. Zumal im Oktober, wenn die Viecher auf der Suche nach den letzten Gräsern recht nahe an die wenigen menschlichen Behausungen kommen. Und Angst haben sie bestimmt mehr vor Eisbären als vor Menschen. Das Spitzbergen-Rentier, das Reinsdyr, ist etwas kleiner als die Kontinental-Exemplare, und dieses auf Chip gebannte wandert gerade zwischen den Datschen hindurch, vielleicht wächst ja mehr Gras, je komfortabler das Ferienhaus und je reichhaltiger die Abwässer?


Und auch einem Eisbären sind wir begegnet... --> Und auch einem Eisbären sind wir begegnet...