Die Affen sind hier im Dschungel überall, sie turnen hoch oben unsichtbar herum, das Blätterdach ins Schwingen bringend und sich untereinander von Zeit zu Zeit mit kreischenden Lauten verständigend, aus denen durchaus auch ein gerüttelt Maß an Lebensfreude herauszuhören ist. Und sie wissen, allen Vergrämungsversuchen durch Naturschützer zum Trotze, wo herrliche Delikatessen zu erbeuten sind, mit denen ihnen die Menschen so selbstlos den Tisch decken. Aber wie langweilig wäre wohl ein fertig gedeckter Tisch, nein, viel schöner ist es, wenn die Köstlichkeiten ein bißchen versteckt dargeboten werden, wenn sie geschickt aus Behältern geangelt oder auch schon einmal einem erschrockenen Touristen aus den Händen oder dem Rucksack gerissen werden können. Und wenn sich dann noch das Rascheln vom Verpackungsmaterial beim neu- bis gierigen Aufreißen der Wundertüte dazugesellt, dann elektrisiert das zusätzlich und hebt die Vorfreude gewaltig. Nur ein bißchen Gefahr lauert nun noch in Form von stärkeren Nebenbuhlern, denn die Tischsitten der Makaken lassen doch ein wenig zu wünschen übrig, anders als zuweilen während der Schlacht am kalten Bufett bei uns ach so überlegenen Menschen lohnt es sich aber durchaus, den Nachwuchs mitzubringen, um eigene Mitbewohner wie auch Touristen zu beeinflussen, die einen, um sie zur Zurückhaltung zu ermahnen, die anderen, um mit diesem Gefühls-Bonus vielleicht ein zusätzliches Leckerli zu ergattern. "Learnig by doing", heißt es dabei für die Kleinen. Nur ist es dabei wie bei uns Menschen: Solches Fast-Food schmeckt viel zu gut, ist bequem zu erlangen und das Gefühl für ausgewogene Ernährung geht dabei verloren.