Sri Veeramakaliamman-Temple


Sri Veeramakaliamman-Tempel: Versuchen Sie / Versucht doch mal, den Namen dieses Tempels flüssig und fehlerfrei auszusprechen! Wie unschwer zu erkennen ist, befindet er sich an der Serangoon-Road, einer der beiden Hauptverkehrsstraßen durch Little India, dem indischen, oder besser tamilischen Viertel von Singapur, geweiht der tamilischen Göttin und Zerstörerin Sri Veeramakaliamman. Manche sprechen vom ältesten Tempel der Stadt, auf jeden Fall ist es einer der ältesten. Als vor cirka 130 Jahren indische Wanderarbeiter in den Kalkbrennöfen für Nachschub an diesem damals wichtigen Baustoff sorgten, hieß er noch auf Tamilisch "Soonambu Kambam Kovil" oder der „Tempel im Kalkdorf“, erst später beteten die inzwischen seßhaft gewordenen zur Zerstörerin mit dem zungenbrecherischen Namen, einer wilden Verkörperung von Shakti und der Frau des wichtigsten Hindu-Gottes Shiva, Parvati, um sich in der Fremde sicher zu fühlen. Und wie jedes historische Gebäude weltweit erzählt auch dieses seine Geschichten und Legenden, so auch von den vielen tausend Einwohnern, welche hier im zweiten Weltkrieg vor den japanischen Luftangriffen Schutz gesucht und gefunden haben, während die Umgebung in Schutt und Asche sank, wobei ein Flieger im Anflug kurz vor dem Tempel in der Luft explodierte. Ob der die tödliche Bombe mit sich führte und die göttliche Zerstörerin zu einem guten Werk animierte, wer weiß das schon? Aber lassen wir die Historie, erfreuen uns lieber an der Farbenpracht des Tempels und seiner Umgebung und verlieren uns in den Gassen von Little India mit seinen Kunsthandwerkern, duftverströmenden Gewürz- und Teegeschäften, farbenfrohen Textilläden und hervorragenden, für jeden Geldbeutel erschwinglichen indischen Restaurants, flankiert von Cafes mit exzellenten Eiskreationen. Und die Göttin der Zerstörung? Geschadet hat sie nicht, nur eine leichte Verstauchung der Zunge blieb ob der Versuche der Namensnennung als Andenken, aber nur eine ganz leichte.....