Die Schlacht am Fischmarkt


Da ist es unserer Nachrichtenagentur doch noch gelungen, einen erfahrenen Krisen-Reporter nach Puerto Ayora zu senden. Im Sicherheitsabstand zu den anstürmenden und in Vorfreude auf reiche Beute versunkenen Seelöwen- und Pelikanmassen tastet er sich vorsichtig voran und kann uns aufwühlende Bilder von der Schlacht am dortigen Fischmarkt senden. Wird es den Angreifern gelingen, die recht stämmigen und mit scharfen Messern bewaffneten Verteidiger der morgendlichen Fangergebnisse mit einem Überraschungsangriff zu überwältigen? Während linkerhand noch über die beste Angriffsstrategie beraten wird, überwindet man rechterhand schon die blauweißen, völlig untauglich aufgestellten Verteidigungsanlagen und nimmt Kurs auf die gutbestückten Gesäße der ahnungslosen Fischverkäufer, welche noch gar nicht begriffen haben, daß der als Verteidiger angeheuerte Seelöwe die Seite zum Angreifer gewechselt hat und mit gierigem Blick und langer Schnauze schon auf das Signal zum Angriff wartet. Aber er kann sich nicht länger beherrschen: plötzlich schnellt er zum Tisch hoch, wo ein leckerer Fisch schon geradezu auf ihn zu warten scheint, kreischend dringen die Pelikane nach vorne, um ihren Anteil zu sichern, und ein kräftiger Schnabelhieb trifft unseren armen Reporter, welcher erst wieder bei Anbruch den Abends aus seiner Bewußtlosigkeit erwacht, als sich ihm der Markt öde und verlassen präsentiert und nichts mehr an die Scharmützel des Vormittages erinnert. Aber immerhin ist seine Kamera unbeschädigt geblieben und wir können, wenn auch leider nicht über ihren Ausgang, so doch über die unerhörten Ereignisse berichten. Aber seine Phantasie ausschweifen zu lassen, hat doch auch etwas, oder?

Zurück zum vorherigen Bild

     <------ Zurück zum vorherigen Bild ------> Und nach dem Angriff?      

Und danach?